Die Mostanlage

Die Mosterei wurde am 30.09.2001 eingeweiht. Sie befindet sich im Lehrgebäude des Kreislehrgartens Adelshofen und wird vom örtlichen Gartenbauverein betrieben. Das Konzept des Kreislehrgartens sah von Anfang an vor, neben der ausführlichen Information über den Obstanbau auch die sinnvolle und ortsnahe Verarbeitung des Obstes zu ermöglichen. Da der Kreisverband aber mit dem Aufbau des Kreislehrgartens und des Lehrgebäudes bereits an seinen finanziellen Grenzen angelangt war, war es umso erfreulicher, dass der örtliche Gartenbauverein Interesse an einer Mostanlage hatte. Unter Einsatz von erheblichen finanziellen Mitteln und mit viel Eigenleistung richtete schließlich der Adelshofener Gartenbauverein die Mostanlage ein. Sie wurde mit einer leistungsstarken Packpresse, einer Pasteurisier- und einer Abfüllanlage professionell ausgestattet. Im Jahr 2019 wurde in eine neue modernere Einbandpresse investiert. Eine Zentrifugenklärung sorgt dafür, dass keine größeren Trubteilchen enthalten sind und auch bei längerer Lagerung kein Bodensatz mehr entsteht. Die hohe Investitionsbereitschaft des Gartenbauvereins hat sich also gelohnt. Das Interesse der Gartenbesitzer bzw. -mieter ist sehr groß und wächst von Jahr zu Jahr. Sie schätzen besonders, dass man auch bei einer relativ kleinen Obstmenge seinen eigenen Saft erhält – da weiß man im wahrsten Sinn des Wortes, was man hat.

Anlieferung und Verarbeitung

Die Anlieferung ist für Jedermann möglich. Jeder erhält den eigenen Saft (keinen Mischsaft mit anderen Anlieferern). Dabei hat man die Wahl, den Saft unerhitzt oder pasteurisiert mitzunehmen. Abgefüllt wird bevorzugt im „Bag in Box“-System (5 l – PE-Kunststoffbeutel im Faltkarton). Vorteile: weniger Platzbedarf, keine Flaschenreinigung, längere Haltbarkeit. Der Karton kann viele Jahre wiederverwendet werden; der PE-Beutel muss entsorgt werden. Es ist aber auch die Abfüllung in Glasflaschen möglich (diese müssen vorher angemeldet und selbst mitgebracht werden!). Wichtig: Das Obst darf nicht stark verschmutzt oder überlagert (mehlig-mürbe) sein! Schon aus eigenem gesundheitlichem Interesse darf kein angefaultes Obst in die Presse, da die Fäulnispilze sehr hitzebeständige Giftstoffe abgeben!

Anmeldung


Die Mosterei nimmt ihren Betrieb meistens Anfang – Mitte September auf. Es ist in jedem Fall eine vorherige Terminabsprache notwendig. Dabei sind Obstart und -menge anzugeben. Den Anlieferen wird dann ein Termin zugeteilt. Dadurch entstehen im optimalen Fall – außer der reinen Verarbeitungszeit – kaum Wartezeiten. Allerdings zeigt die Praxis, dass viele Gärtner ihre Erntemenge häufig unterschätzen und die tatsächliche angelieferte Menge erheblich darüber liegt. Das führt zu teilweise erheblichen Wartezeiten, die sich im Laufe eines Tages auf mehrere Stunden summieren können! Deswegen wird dringend darum gebeten, eher großzügig zu schätzen bzw. vor Anlieferung das Obst abzuwiegen und gegebenenfalls auf die angemeldete Menge zu begrenzen. Um für die nachfolgenden Kunden die Wartezeiten in erträglichen Grenzen zu halten, müssen Sie sonst damit rechnen, dass Sie einen Teil Ihres Obstes in fester Form wieder mit zurücknehmen dürfen.

Termin- und Preisanfragen ab ca. Ende August unter der Telefonnummer 0175/4583709.